Chronik

Auf zu neuen Ufer – Wiederaufnahme des selbständigen Spielbetriebs

Nach wechselndem Erfolg der SG Baldenau in der Kreisliga B und dem immer rückläufiger gewordenem Interesse der Vereinsmitglieder am sportlichen Werdegang der 1. und 2. Mannschaft, beschloss die Mitgliederversammlung 1994 auf vielfachen Wunsch der Bischofsdhron Fußballspieler die Wiederaufnahme des selbständigen Spielbetrieb ab der Saison 1994/95. 18 Spieler erklärten sich schriftlich bereit, der neu gegründeten Mannschaft, die nach ihrer Abmeldung 1971 wieder in der untersten Kreisklasse beginnen musste, aktiv beizuwohnen, als neuer Trainer wurde Edgar Mettler aus Gonzerath verpflichtet.

1. Mannschaft 1994

Hintere Reihe von links:
Ingo Anton – Uwe Raul – Rainer Seus –     Thomas Gorges – Edgar Mettler (Spielertrainer)

Mittlere Reihe von links:
Alois Weyand (Betreuer) – Martin Martiny –  Martin Wagner – Ralf Winkel – Christian Kaas – Andreas Mettler – Paul Ehses (1. Vorsitzender)

Vordere Reihe von links:
Mario Schabbach – Peter Ertz – Bernd Leis – Patrick Weber – Arno Winkel – Michael Andres

Gleichzeitig wurde die Abteilung Tischtennis unter der Leitung von Horst Schidlauske neu gegründet und dem Verein angegliedert.

Und die Euphorie, die sich in den immens ansteigenden Zuschauerzahlen wieder spiegelte gab der Entscheidung der Mitglieder Recht. Nur zwei Jahre nach der Wiederaufnahme des eigenständigen Spielbetriebs stieg die 1. Mannschaft mit Trainer Herbert Pauly in die C-Klasse auf, im gleichen Jahr 1996 konnte zudem eine 2. Mannschaft, in Spielgemeinschaft mit dem SSV Dhrontal, gegründet werden, die, mit wechselnden SG-Partnern im Laufe der Jahre, bis zum Ende der der vergangenen Saison Bestand hatte. Wiederum zwei Jahre später gelang 1998 dann der Aufstieg der 1. Mannschaft in die B-Klasse, wo man viele Jahre erfolgreich agierte und in der Saison 2003/2004 mit dem 5. Platz die bisher beste Platzierung erzielte.

Bau einer Rasensportanlage mit Trainingsplatz

Den Anforderungen der heutigen Zeit entsprechend, beschloss der Vorstand 1995, den vorhandenen Tennenplatz, der 1972 fertig gestellt wurde und der durch zahlreiche Spiel- und Trainingseinheiten, insbesondere durch Nutzung der Nachbarvereine in den Wintermonaten (begünstigt durch die Flutlichtanlage), stark renovierungsbedürftig war, in einen Rasenplatz umzuwandeln. Durch die Gewährung von Zuschüssen durch die Gemeinde Morbach und den Landessportbund, sowie durch die finanzielle Beteiligung und einen hohen Anteil an Eigenleistungen durch den FC Bischofsdhron konnte unter der Bau-Leitung des damaligen 2. Vorsitzenden Paul Marx und dessen unermüdlichen Einsatzes eine Sportstätte mit Beregnungsanlage geschaffen werden, die in der näheren Region ihres gleichen sucht. Die Einweihung fand am 02. August 1998 in feierlichem Rahmen statt.

Um den Rasenplatz, durch die Mitnutzung der Mannschaften im Kreisjugendzentrum, nicht zu überlasten, begann der Verein zwei Jahre später damit, einen zusätzlichen Rasentrainingsplatz zu schaffen, der durch Zuschüsse des Landessportbundes und des Landkreises finanziert werden konnte. Neben den beiden Rasenplätzen wurde 1998 eine Beach-Volleyball-Anlage auf dem Sportgelände errichtet, gefolgt von 2 Boule-Plätzen im Jahr 2000. Deren Abteilung wurde im gleichen Jahr unter dem Vorsitzenden Winfried Jörg gegründet und gehört seitdem dem FC Bischofsdhron als 4. Abteilung an.

Generalversammlung bringt Neuerungen

Die Generalversammlung im März 2002 brachte zwei erstmalige Neuerungen in der Geschichte des Vereins: als der 1. Vorsitzende Paul Ehses nach 24 Jahren dieses Amt an seinen Nachfolger Achim Welgen abgab, wurde er von der Versammlung zum ersten Ehrenvorsitzenden des FC Bischofsdhron gewählt. Gleichzeitig beschlossen die Mitglieder eine Aufteilung des Vorstandes in einen geschäftsführenden, und einen erweiterten Bereich, deren Aufgabe es in den kommenden Jahren sein sollte, den Verein auf Grund des Kaufs eines notwendigen Rasenmähers im Zuge des Rasenplatzbaus finanziell wieder zu konsolidieren.

Finanzielle Konsolidierung durch unvergessliche Events

So bewarb man sich zunächst 2003 erfolgreich beim Trierischen Volksfreund für die Austragung eines von zwei ausgeschriebenen Spielen gegen den damaligen Zweiligisten Eintracht Trier, die am 26. Juni bei hochsommerlichen Temperaturen ein Spiel in Bischofsdhron gegen die 1. Mannschaft des FCB und eine Gemeindeauswahl absolvierten. Das Spiel endete 11:0 für den Tabellensiebten der 2. Fußball-Bundesliga und es wurde von über 1.000 Zuschauern verfolgt.

Nur zwei Tage später übertrug der Radio-Sender SWR1 seine Sendung „Heimspiel“ live vom Dorfplatz an der Kirche in Bischofsdhron. Die Aufgabe, ein Räuberlager zu errichten, wurde mit Hilfe der Vereinsgemeinschaft erfüllt und der größte Teil der Bischofsdhroner Bevölkerung nahm an diesem Ereignis teil.

Ein Jahr später konnte der FCB im Rahmen seines 40-jährigen Vereinsjubiläums zunächst den damals neuen Zweitligisten 1. FC Saarbrücken in Bischofsdhron begrüßen, die ein Spiel gegen den Oberligisten SC Idar-Oberstein absolvierten, ehe zwei Tage später der 1. FSV Mainz 05 mit Trainer Jürgen Klopp ihr erstes Spiel als Bundesligist überhaupt vor über 1.500 begeisterten Zuschauern gegen eine Auswahl der Bundeswehr-Nationalmannschaft bestritten.

Ein Jahr später konnte der FCB im Rahmen seines 40-jährigen Vereinsjubiläums zunächst den damals neuen Zweitligisten 1. FC Saarbrücken in Bischofsdhron begrüßen, die ein Spiel gegen den Oberligisten SC Idar-Oberstein absolvierten, ehe zwei Tage später der 1. FSV Mainz 05 mit Trainer Jürgen Klopp ihr erstes Spiel als Bundesligist überhaupt vor über 1.500 begeisterten Zuschauern gegen eine Auswahl der Bundeswehr-Nationalmannschaft bestritten.

Zufriedene Gesichter nach dem Spiel

des 1. FSV Mainz 05 gegen die Bundeswehr-Nationalmannschaft am 04. Juli 2004, auf den Tag genau 50 Jahre nach dem Wunder von Bern 1954, und am Tag des Endspiels der Fußball-Europameisterschaft, das Griechenland mit Trainer Otto Rehhagel erstmals gewann.

Von links: Trainer Jürgen Klopp vom 1. FSV Mainz 05, Achim Welgen, 1. Vorsitzender des FC Bischofsdhron und Werner Feyen aus Zeltingen, Trainer der Bundeswehr-Auswahlmannschaft

Insgesamt war der Vorstand in der Lage bis zum Ende des Jahres 2005 alle entstandenen Verbindlichkeiten zu tilgen und den Verein bis heute auf solide finanzielle Füße zu stellen.

Gründung einer Spielgemeinschaft mit Gornhausen

Sportliche konnte sich die 1. Mannschaft seit dem Aufstieg 1998 in der B-Klasse viele Jahre dort beweisen, bis man in der Spielzeit 2006/2007 als Tabellenzwölfter in die Relegation musste und nach deren Ende den Weg in die C-Klasse antreten musste, wo man in der Saison darauf nur durchschnittlichen Erfolg hatte. In dieser Phase erfolgte die Anfrage des FC Gornhausen zur Gründung einer Spielgemeinschaft, da man selbst mit nur noch neun Spielern nicht mehr in der Lage war, eine eigenständige Mannschaft zu stellen.

Der Vorstand des FCB entschloss sich dazu, trotz einiger Bedenken von außen, allein was die Entfernung betraf, diese SG einzugehen, die sich über die nachfolgenden sechs Jahre als eindeutiger Erfolg herausstellte. Zwar verpasste im Gründungsjahr mit Trainer Rainer Schommer knapp den Aufstieg, jedoch nur eine Spielzeit später gelang mit Trainer Günter Schäfer aus Piesport der Wiederaufstieg in die B-Klasse, wo man bis heute spielt.

Nach 20 Jahren schließt sich der Kreis

Auf Grund der begrenzten sportliche Perspektive begann der Vorstand im Sommer 2013 die Diskussion darüber zu führen, ob eine neue SG nicht für alle Beteiligten die beste Alternative wäre, die in dem einstimmigen Beschluss mündete, eine Anfrage an die Vereine SV Hundheim und SV Hinzerath zu stellen.

Gemeinsame, wie auch vereinsinterne Sitzungen hierzu, sowie Spielerversammlungen in beiden Vereinen führten letztlich zu einem positiven Ergebnis in Bezug auf eine neue Spielgemeinschaft SG Baldenau, die schließlich von den Mitgliederversammlungen in Hundheim und Hinzerath, sowie dem FCB-Vorstand bestätigt wurde, so dass am 27. März 2014 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet werden konnte.

Somit schließt sich nach 20 Jahren, als der FC Bischofsdhron den eigenständigen Spielbetrieb wieder aufnahm und sehr viele positive Ereignisse und Erlebnisse, die man nicht missen möchte, durch diesen Schritt erfahren hatte, der Kreis und man wird ab der neuen Saison 2014/2015 wieder in der Spielgemeinschaft Baldenau mit zwei Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen.

Der Vorstand des FCB entschloss sich dazu, trotz einiger Bedenken von außen, allein was die Entfernung betraf, diese SG einzugehen, die sich über die nachfolgenden sechs Jahre als eindeutiger Erfolg herausstellte. Zwar verpasste im Gründungsjahr mit Trainer Rainer Schommer knapp den Aufstieg, jedoch nur eine Spielzeit später gelang mit Trainer Günter Schäfer aus Piesport der Wiederaufstieg in die B-Klasse, wo man bis heute spielt.